Die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ hat am 24. Juni 2026 ihren Bericht vorgelegt, der einen klaren Fahrplan für einen wirksamen, entwicklungsorientierten Jugendmedienschutz aufzeigt. Ziel ist es, digitale Räume so zu gestalten, dass sie den Rechten, Bedürfnissen und Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen gerecht werden. Die Kommission setzt dabei auf den Dreiklang von Schutz, Befähigung und Teilhabe.
Diese drei Säulen sollen sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche sicher, selbstbestimmt und kreativ in der digitalen Welt unterwegs sein können.
Der Bericht benennt konkrete Verantwortliche und zeigt, dass es nicht nur um technische Lösungen oder Verbote geht, sondern um ein gemeinsames Umdenken: Eltern und Familien tragen eine zentrale Rolle, indem sie Medienerziehung als festen Bestandteil im Alltag verankern. Bildungseinrichtungen sollen Medienkompetenz verbindlich in Lehrpläne integrieren. Plattformen, Anbieter und die Industrie sind aufgefordert, „Jugendschutz by Design“ umzusetzen.
Die Forschung soll Wirkmechanismen von sozialen Medien und KI untersuchen, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Politik und Recht müssen eine kohärente Umsetzungsstrategie entwickeln, die Monitoring und klare Zuständigkeiten umfasst. Das Jugendschutzrecht soll um KI-bezogene Nutzungsrisiken erweitert werden.
Den Link zum Bericht findest du hier.
